Kein Bewusstsein bei Agenten

Airen, der bekannte Blogger, Schriftsteller und Journalist, war im Gespräch mit Prof. Dr. Oliver Bendel. Es ging um Agenten, mit denen sich der Technikphilosoph aus Zürich seit 30 Jahren beschäftigt. In den 1990ern sprach man von Softwareagenten, autonomen Agenten oder intelligenten Agenten. Sie alle waren KI-Agenten – ein Begriff, der heute dominiert, wobei mit „KI“ meist „generative KI“ gemeint ist. In dem Gespräch, gehalten mit Hilfe einer Videokonferenz, die Mexiko und die Schweiz verband, ging es vor allem um OpenClaw, eine Open-Source-Software, die zusammen mit Claude oder einem anderen Large Language Model (LLM) zu einem mächtigen Agenten wird, zudem um das soziale Netzwerk Moltbook, das für Agenten gedacht ist und auf dem sich Agenten und Menschen tummeln. Oliver Bendel erörterte auch die Möglichkeit, dass Agenten den virtuellen Raum verlassen und auf Geräte und Roboter zugreifen oder überspringen. Damit könnten sie unmittelbaren Einfluss auf die Wirklichkeit ausüben. Mehrmals wies er darauf hin, dass bei OpenClaw und auf dem Moltbook keine Formen von Bewusstsein zu entdecken sind. Es sind LLMs, die etwas nach Prinzipien der Stochastik generieren und von Einstellungen des sozialen Netzwerks getriggert werden. Erwachende Maschinen sind und bleiben Science-Fiction. Das Interview ist am 7. Februar 2026 in der Welt erschienen.

Abb.: Kein Bewusstsein bei Agenten

Towards Conscious AI Systems?

The AAAI 2019 Spring Symposium „Towards Conscious AI Systems“ – held at Stanford University – featured emotional and fascinating lectures and discussions. At the time, most participants believed that it must be simulated consciousness. However, a few seemed convinced of the possibility of genuine consciousness. The AAAI 2026 Spring Symposia will once again include an event on the topic: „Machine Consciousness: Integrating Theory, Technology, and Philosophy”. It will take place at the Hyatt Regency, San Francisco Airport, Burlingame. The description on the website states: „Recent AI advances have forced us to confront the possibility of consciousness, beyond intelligence, in machines. Asking ‚Can machines be conscious?‘ forces us to answer ‚How can we define consciousness in a formal way/what is the causal structure of consciousness?‘ (theory, formal frameworks), ‚How would consciousness be implemented?‘ (technical realization), ‚How can we determine that a given system is conscious?‘ (measurement/attribution), and ‚What status would consciousness lend to machines?‘ (ethics).“ (Website AAAI Spring Symposia) With their wording, the organizers remain vague, yet they still raise expectations – however, there is no evidence whatsoever that machines could „awaken“. Nevertheless, it is likely that inspiring discussions will take place once again and that interesting conclusions will be reached. Further information on this symposium and other symposia is available at aaai.org/conference/spring-symposia/sss26/.

Fig.:  AI, Machine Ethics, Machine Consciousness

Alter3 in Venedig

Auf der Biennale Architettura 2025 in Venedig findet sich die Installation mit dem Titel „Am I a Strange Loop?“. Es wird die Frage aufgeworfen, ob künstliche Intelligenz eine Form von Selbstbewusstsein entwickeln kann. Gezeigt wird der humanoide Roboter Alter3, der über mimische, gestische und verbale Fähigkeiten verfügt. Dabei nutzt er GPT-4 oder GPT-5. Besucher können mit ihm über ein Mikrofon in verschiedenen Sprachen kommunizieren. Die Installation greift Ideen des Physikers, Informatikers und Kognitionswissenschaftlers Douglas Hofstadter auf, der davon ausging, dass Bewusstsein entsteht, wenn ein System sich selbst reflektiert. Alter3 ist ein beeindruckender Roboter, der über ein Silikongesicht und Silikonhände verfügt, ansonsten aber eine maschinenhafte Präsenz hat. Mit GPT-4, GPT-5 oder anderen Sprachmodellen kann weder ein Weltbewusstsein noch ein Selbstbewusstsein hergestellt werden. Informationen zur Biennale Architettura sind über die Website verfügbar.

Abb.: Eine Gondel in Venedig