Wenn das Plektron die Kithara schlüge

Aristoteles betonte in seiner „Politik“ (ca. zwischen 335 und 322 v.u.Z.) das Potenzial des Werkzeugs, zum Automaten zu werden: „Wenn nämlich jedes einzelne Werkzeug auf einen Befehl hin, oder einen solchen schon voraus ahnend, seine Aufgabe erfüllen könnte, (…) wenn also auch das Weberschiffchen so webte und das Plektron die Kithara schlüge, dann bedürften weder die Baumeister der Gehilfen, noch die Herren der Sklaven.“ Diese Überlegung war keineswegs der Fantasie entsprungen. Schon in der griechischen Antike gab es Ansätze zur Automatisierung. Philon von Byzanz beschrieb im 3. Jahrhundert v.u.Z. eine mechanische Dienerin, die einem Gast selbständig Wein und Wasser einschenken konnte, Heron von Alexandria im 1. Jahrhundert n.u.Z. kleine Tempeltüren, die sich durch die Wärme eines Altarfeuers automatisch öffneten, und ein mechanisches Theater, dessen Figuren nach einem vorgegebenen Programm agierten. Vermutlich wurden mehrere Erfindungen tatsächlich umgesetzt. Die Ingenieure der Antike beherrschten also Zahnräder, Ventile, Hydraulik, Pneumatik und mechanische Steuerungen. Warum aber eroberten ihre Automaten nicht die Welt? Es fehlte weniger an Erfindungsgeist als an leistungsfähigen Energiequellen, präziser Massenfertigung und wirtschaftlichen Anreizen, menschliche Arbeit systematisch durch Maschinen zu ersetzen. Die Verfügbarkeit von Sklaven dürfte dabei eine Rolle gespielt haben, erklärt die ausbleibende Mechanisierung aber nicht allein. Im 18. Jahrhundert hatte die Automatenkunst mit mechanischen Musikern, Schreibern und Zeichnern sowie künstlichen Tieren – man denke an die Ente von Jacques de Vaucanson, der noch zahlreiche Mitglieder dieser Art folgten – einen neuen Höhepunkt, wobei bereits im 15. Jahrhundert Leonardo da Vinci eindrucksvolle Anleitungen vorgelegt hatte. Im späten 19. Jahrhundert erlebten mechanische Automaten der schöngeistigen Art eine weitere Blüte. Auf Jahrmärkten spielten selbsttätige Orgeln, begleitet von beweglichen Figuren, die Musikinstrumente zu bedienen schienen. Die industrielle Mechanisierung hatte bereits im 18. Jahrhundert begonnen, die Elektrifizierung der Produktion im 19. Jahrhundert. Doch erst im 20. Jahrhundert, mit Elektrizität, Elektronik und Computertechnik, trat eine grundlegende Wende ein. Die antike Idee der automatischen Verrichtung begann nun die moderne Arbeitswelt in jeder Hinsicht zu verändern.

Abb.: Die Illustration eines Roboterpferds

Zum Begriff des humanoiden Roboters

Ein Rückblick auf die VDI-Zukunftskonferenz „Humanoide Roboter 2016“ zeigt, wie sich das Verständnis humanoider Robotik innerhalb von zehn Jahren verändert hat. Die Veranstaltung fand am 13. und 14. Dezember 2016 in Aschheim bei München statt. Konferenzleiter war Prof. Dr. Frank Kirchner vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Im Mittelpunkt standen Maschinen, die dem Menschen in ihrem Aussehen, ihrem Aufbau oder ihrem Verhalten nachempfunden sind. Das Programm belegt dieses breite Verständnis eindrücklich. Behandelt wurden u.a. dynamisches zweibeiniges Laufen nach menschlichem Vorbild, Taktilsensorik für anthropomorphe Roboterhände, emotionsbasierte Mensch-Roboter-Interaktion und der anthropomorphe Roboterkopf Flobi. Auch der hominide Roboter Charlie, der sich an der Morphologie von Schimpansen orientierte, wurde vorgestellt. Weitere Beiträge beschäftigten sich mit humanoiden Robotern als Trainern für industrielle Montageprozesse und als Avataren für Rettungskräfte. Mit seinem Vortrag „Der LÜGENBOT als Umsetzung einer Münchhausen-Maschine“ brachte Prof. Dr. Oliver Bendel zudem die Maschinenethik ins Spiel, angewandt auf Chatbots. Insgesamt verdeutlicht das Programm, dass humanoide Robotik damals nicht auf bestimmte Einsatzgebiete oder universelle Fähigkeiten reduziert wurde. Entscheidend war vielmehr die Orientierung am Menschen, an seiner Gestalt, seiner Bewegung, seiner Wahrnehmung und seiner Interaktion. Heute wird der Begriff des humanoiden Roboters häufig im Zusammenhang mit Allzweckrobotern (General-Purpose Robots) verwendet, die möglichst viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen sollen, vor allem in Industrie, Logistik und Haushalt. Damit verschiebt und verengt sich die Bedeutung: Die menschenähnliche Gestalt wird zunehmend als Mittel zur universellen Einsetzbarkeit verstanden, während die Nachbildung menschlichen Verhaltens und menschlicher Ausdrucksformen in den Hintergrund tritt. Der Rückblick auf die VDI-Zukunftskonferenz von 2016 erinnert daran, dass humanoide Robotik ein wesentlich breiteres Forschungs- und Entwicklungsfeld ist, als es die gegenwärtige Diskussion um Allzweckroboter vermuten lässt.

Abb.: Eine Roboterhand

Es wird ein Mensch gemacht

Im September 2026 ist der Buchbeitrag „Die Vision des universellen Roboters“ von Oliver Bendel als Teil des Herausgeberbands „Mensch – Maschine revisited: Roboter und KI-Systeme im öffentlichen Raum“ (Petra Grimm; Kai Erik Trost; Oliver Zöllner) erschienen. Er geht zurück auf einen Vortrag, den er bei der Tagung IDEepolis am 19. Juni 2024 in Stuttgart unter dem Titel „Es wird ein Mensch gemacht: Die Vision des universellen Roboters“ hielt. Es wird eine Maschine entworfen, die fast jede Tätigkeit des Menschen zu übernehmen vermag, in der Fabrik, im Haushalt und beim Sport. Heutige Allzweckroboter können als Vorläufer verstanden werden, also humanoid gestaltete Roboter wie Apollo, Figure 03, Atlas und Optimus. Obwohl es eine Maschine ist, die auch über ein simuliertes Bewusstsein, künstliche Intelligenz und künstliche Moral verfügt, bleiben ihr viele Möglichkeiten verwehrt. Insofern ist der Ausruf Wagners, der im Titel zitiert wird, nach wie vor eine Utopie. Im Kurztext auf der Website des Franz Steiner Verlags heißt es zum Buch: „Künstliche Intelligenz und Robotik sind längst Teil der Alltagswelt. Doch was bedeutet ihr Siegeszug für das Selbstverständnis des Menschen, für soziale Praktiken und für ethische Orientierungen?“ Weitere Informationen über www.steiner-verlag.de/Mensch-Maschine-revisited/9783515141567.

Abb.: Der Allzweckroboter NEO (Foto: 1X/Courtesy of 1X)

Ein neues Lexikon zur Robotik

Seit 2016 sind fünf „Keywords“-Bände von Oliver Bendel bei Springer Gabler erschienen, dazu ein weiterer, der gemeinsam mit Kollegen verfasst wurde, und zwei Neuauflagen. Am 2. September 2026 wurde der Vertrag für das – je nach Zählweise – sechste oder neunte Lexikon dieser Art geschlossen. Bis 2016 waren die „Keywords“-Bände ausschließlich vom Verlag selbst zusammengestellt worden, was auch später noch das übliche Verfahren war. Sie speisten sich aus Beiträgen, die im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht worden waren. Beispiele sind „222 Keywords Wirtschaftsgeografie“ oder „333 Keywords Arbeitsrecht“. Oliver Bendel führte seine eigenen „Keywords“-Bände ein, die aus seinen im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlichten Beiträgen und von ihm neu geschriebenen Texten bestanden. Es wurden Themen wie „Informationsethik“, „Digitalisierung“, „Soziale Robotik“, „Generative KI“ und „Weltraum“ abgedeckt. Der sechste Band wird den Titel „500 Keywords Robotik: Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ tragen. Insbesondere durch die philosophischen Betrachtungen hebt sich das Buch von anderen Grundlagenwerken ab. Es finden sich nicht nur Einträge wie „Allzweckroboter“, „Endeffektor“ und „Freiheitsgrad“, sondern auch solche wie „Schönheit“, „Kultur“ und „Robozän“. Das Lexikon wird Anfang 2027 auf den Markt kommen.

Abb.: Oliver Bendel mit Miroka

Begriff um Begriff wurde der Roboter aufgebaut

Von Ende Juli bis Ende August 2026 erschienen im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler sechs Beiträge von Oliver Bendel, die wesentliche Teile eines Roboters beschreiben, nämlich Roboterkopf, Roboterkörper, Roboterarme, Roboterhände, Roboterbeine und Roboterfüße. Während manche Teile typisch für viele Roboter sind, sind andere typisch für spezielle Modelle, etwa humanoide Roboter oder soziale Roboter. Begriff um Begriff wird der Roboter aufgebaut. Dabei wird je nach Beitrag auf weitere Komponenten und Phänomene verwiesen, wie auf Robot Enhancement oder Physical AI. Für das Wirtschaftslexikon von Springer Gabler schreibt der Technikphilosoph seit 2012. Seitdem sind ca. 300 Beiträge in den Bereichen Ethik, Technik und Wirtschaft entstanden. Der Ton ist stets sachlich, manchmal poetisch, was eine neue Note in das Wirtschaftslexikon gebracht hat. Das Anliegen ist stets, etwas greifbar und deutlich zu machen. So heißt es in der Einführung zu Physical AI: „Es geht nicht nur darum, teilautonome oder autonome Maschinen mit Hilfe von KI aufzuwerten und zu erweitern, wie im Falle von Gesichtserkennung, Gestikerkennung und Emotionserkennung oder von Chatbots für soziale Roboter, sondern darum, für die KI gleichsam einen Körper zu suchen, in dem sie sich entfalten und beweisen kann.“ Die sechs „Keywords“-Bände von Oliver Bendel, ebenfalls bei Springer Gaber erschienen, enthalten sowohl ausgewählte Beiträge aus dem Wirtschaftslexikon als auch neue Beiträge.

Abb.: Begriff um Begriff

Über die Roboterhand

„Eine Roboterhand ist der Endeffektor eines Robotersystems, der einer menschlichen Hand ähnelt. Es sind typischerweise fünf Finger vorhanden, mindestens aber drei, zudem jeweils mehrere Gelenke und die Fähigkeit zu verschiedenen Griffarten und zur Bewegung von einzelnen Fingern. Auch die Gegenüberstellung (Opposition) von Fingern wird oft erreicht, vor allem mit dem Daumen, und damit ein fester und sicherer Greifvorgang. Greifer mit zwei Fingern werden nur bei einem weiten Begriff als Roboterhände bezeichnet.“ Mit diesen Worten beginnt der Beitrag „Roboterhand“ von Oliver Bendel, der am 7. August 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Einteilung“, „Entwicklung“ und „Bedeutung“. In „Kritik und Ausblick“ heißt es: „Das Design humanoider Roboter wird mit Blick auf ihre Funktion hinterfragt. Insbesondere Kopf und Gesicht werden nicht in allen Anwendungsbereichen als notwendig angesehen, genauso wenig die Beine. Bei den Händen ist die Diskussion vielschichtiger. In der Industrie reichen häufig Drei-Finger-Greifer. Hier kann man die Umgebung und die Werkzeuge auch an die Roboter anpassen. Im Haushalt, im Büro oder im Einzelhandel dürften meist Fünf-Finger-Systeme vorteilhaft sein, denn hier trifft man auf zahlreiche Artefakte, die für die Interaktion mit Menschen entstanden sind. Dazu kommt, dass eine Hand mit drei Fingern in solchen Kontexten als unvollständig angesehen werden kann.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterhand-178078  aufgerufen werden.

Abb.: Roboterhand hält Glühbirne (Foto: Bautsch/GNU-Lizenz)

Über den Roboterarm

„Ein Roboterarm ist ein Roboter, der im Wesentlichen aus einem Arm besteht, oder der Arm eines Roboters. Im ersten Fall handelt es sich meist um eine Maschine, die in Produktion und Logistik eingesetzt wird, etwa einen klassischen Industrieroboter oder einen Kooperations- und Kollaborationsroboter (Cobot). Im zweiten Fall ist es oft ein Serviceroboter oder ein sozialer Roboter. Während ein Industrieroboter mit seinem einzelnen Arm kaum wie ein Lebewesen erscheint, ist dies bei Servicerobotern oder sozialen Robotern mit zwei Armen anders. Dazu kommt gegebenenfalls die hydraulische, pneumatische oder elektrische Roboterhand, die der menschlichen Hand ähnelt.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Oliver Bendel, der am 29. Juli 2026 im Gabler Wirtschaftslexikon erschienen ist. Auf die Einleitung folgen die Abschnitte „Eigenschaften und Bestandteile“, „Einsatzbereiche und -zwecke“ und „Kritik und Ausblick“. Gegen Ende heißt es: „Ein Roboterarm hat sich bei Industrie- und Servicerobotern als hervorragende Gestaltungsform für physische Manipulation erwiesen. Bei sozialen Robotern und humanoiden Robotern spielt die menschliche Anmutung mitsamt Gestik und Berührungs- und Umarmungsfähigkeit eine Rolle. Robotische Vierbeiner können mit einem Roboterarm – montiert auf dem Rücken – an Funktionsumfang gewinnen, ebenso Roboterautos, die damit etwa Lebensmittel oder Gegenstände entgegennehmen und verstauen können.“ Der ganze Beitrag kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/roboterarm-178051 aufgerufen werden.

Abb.: Ein Roboterarm

Soziale Robotik bei aiLights

„aiLights – Robotics“ ist eine neue Vortrags- und Diskussionsreihe im Netz, die KI und Robotik behandelt. Am 20. April 2026 gibt es die Ausgabe „aiLights – Robotics @ FHNW: Soziale Roboter: Begriffe, Beispiele und Herausforderungen“. Prof. Dr. Oliver Bendel stellt in seinem Vortrag zunächst aktuelle Entwicklungen sozialer Roboter vor, wobei er auf Pflege, Therapie und Haushalt fokussiert. Exkurse gibt es zu Wearable Social Robots und General-Purpose Robots. Er diskutiert dann soziale und ethische Herausforderungen, auch mit der Zuhörerschaft. Oliver Bendel ist studierter Philosoph und promovierter Wirtschaftsinformatiker. Er lehrt und forscht an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Schwerpunkte sind KI-Systeme und soziale Roboter aus der Perspektive von Informations- und Maschinenethik sowie Technikphilosophie. Hinter aiLights steckt Sabine Wildemann, Ambassador des Davos Tech Summit und Co-Initiator der Swiss {ai} Weeks. Ihr Motto lautet „Connecting people with AI – creating spaces for learning, sharing, and shaping across sectors“. Die Anmeldung für den Onlinevortrag erfolgt über luma.com/l8akl82h.

Abb.: Der Unitree G1 (Foto: Unitree)

„Soziale Roboter“ als erfolgreiches Fachbuch

Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 1. März 2026 400.000 Accesses auf Springer Nature Link erreicht. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.

Abb.: Eiliko von Energize Lab (Foto: Energize Lab)

KI und Soziale Robotik für Autismus

Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltet autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmet. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen aus KI und Robotik sowie deren Einfluss auf Alltag, Forschung und Lebensrealitäten, verbunden mit einer Einordnung der Chancen und Herausforderungen dieser Technologien. Fachliche Impulse liefern Matthias Schüssler, Dr. Maya Schneebeli, Prof. Dr. André Frank Zimpel, Dr. Christa Schmid Meier und Prof. Dr. Oliver Bendel. Das detaillierte Programm ist in der offiziellen Ausschreibung veröffentlicht. Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Während der Live-Veranstaltung werden die Referate aus dem Hauptraum zusätzlich in einen Nebenraum übertragen, der speziell für Personen im Autismus-Spektrum vorgesehen ist. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.

Abb.: QTrobot (Foto: LuxAI)

Der Schweizer Roboter-Flüsterer

Michael Marti vom Tages-Anzeiger hat mit Prof. Dr. Oliver Bendel ein Interview geführt. Vor allem ging es um robotische Zweibeiner, die als Allzweckroboter vermarktet werden. Beispiele sind Figure 03, Neo und Optimus. Der Technikphilosoph nimmt an, dass die Einführung in die Haushalte in zwei Wellen erfolgen wird. In der ersten Welle versucht man, möglichst viele Exemplare zu verkaufen, um sie in der Realität einzusetzen. Die Allzweckroboter bewegen sich durch Wohnungen und Häuser, treffen auf Menschen und Tiere. Mithilfe von Kameras und Sensoren werden Daten erzeugt, die nicht nur für Wahrnehmung, Beurteilung und Steuerung, sondern auch für das Training wesentlich sind. In der zweiten Welle erfolgt dann die massenhafte Einführung – wenn diese nicht an Faktoren scheitern wird, die ebenfalls genannt werden. Im Teaser des Artikels, der das Interview enthält, steht: „Der Mann ist der Schweizer Roboter-Flüsterer. Oliver Bendel (57), Professor für Maschinenethik an der FHNW in Windisch AG, erforscht seit Jahren, wie wir mit Robotern leben – und was sie mit uns machen.“ (Tages-Anzeiger, 26. November 2025) Der Artikel ist am 26. November 2025 erschienen und kann hier aufgerufen werden.

Abb.: Der Schweizer Roboter-Flüsterer  (Foto: Marc Heimann)

Seminar zu KI und Robotik im Alter

„In einer Zeit, in der technologische Innovationen rasant voranschreiten, ist es von zentraler Bedeutung, die gesellschaftlichen und politischen Implikationen von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik im Kontext des Älterwerdens zu verstehen.“ Dies schreibt das Netzwerk für Senior-Internet-Initiativen (sii) Baden-Württemberg auf seiner Website und lädt im Rahmen eines offenen Seminars alle Interessierten ein, „die vielfältigen Chancen und Herausforderungen zu erkunden, die moderne Technologien für unsere Gesellschaft mit sich bringen“, und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Mitveranstalter sind Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und ZAWiW der Universität Ulm. Zu den Referenten gehören Dr. Judith Schoch, Evangelische Heimstiftung („Innovation durch KI & Robotik in der Pflege“), und Prof. Dr. Oliver Bendel, Hochschule für Wirtschaft FHNW („Soziale Roboter, Assistenzroboter und Allzweckroboter in der Pflege“). Das Seminar „KI & Robotik im Alter“ findet vom 27. bis 29. Oktober 2025 im Haus auf der Alb in Bad Urach statt. Weitere Informationen über netzwerk-sii-bw.de/termin/ki-robotik-im-alter/.

Abb.: Senioren im Gespräch

Beitrag zu Inclusive Robotics

„Inclusive Robotics (dt. ‚inklusive Robotik‘) entwirft, gestaltet, steuert, produziert und betreibt robotische Lösungen für Behinderte und Beeinträchtigte. Diese sollen in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sich in Bildung, Kultur und Sport betätigen können. Helfen kann dabei sowohl eine Ersetzung oder Ergänzung eines Körperteils als auch ein Roboter, der einen begleitet (Assistenzroboter oder Companion Robot) bzw. den man bei sich oder an sich trägt (Wearable Robot). Zunehmend relevant werden robotische Vierbeiner sowie robotische Zweibeiner im Sinne von Allzweckrobotern. Diese werden in der Zukunft als universelle Roboter echte Generalisten sein. Es geht insgesamt um physische, aber auch um psychische Aspekte. Inclusive Robotics hat enge Beziehungen zu Inclusive AI.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 18. März 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Im zweiten Abschnitt wird das eine oder andere Beispiel aufgeführt, im dritten die Perspektive der Ethik eingenommen. Der Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/inclusive-robotics-172663 abrufbar.

Abb.: Inclusive Robotics hilft behinderten Menschen

Robotik in der Wirtschaftsinformatik

Die HMD ist eine traditionsreiche Fachzeitschrift für Wirtschaftsinformatik. Diejenigen Schwerpunkthefte, die besonderes Interesse wecken, werden in der Edition HMD in Buchform nochmals aufgelegt, indem ihre Beiträge modifiziert, aktualisiert und dann gebündelt werden. Anfang August 2023 ist der Band „Robotik in der Wirtschaftsinformatik“ erschienen. Herausgeber sind Sara D’Onofrio und Stefan Meinhardt. Prof. Dr. Oliver Bendel ist mit seinem Beitrag „Serviceroboter als klassische und als soziale Roboter“ vertreten. Aus dem Abstract: „Serviceroboter verbreiten sich stark, vor allem in den Bereichen Sicherheit, Transport und Reinigung, aber auch in Pflege und Therapie. Soziale Roboter sind ebenfalls auf dem Vormarsch, als Companion Robots oder als Unterhaltungs- und Spielzeugroboter. Das vorliegende Kapitel liefert zunächst eine Definition und Einteilung von Servicerobotern. Zudem werden soziale Roboter erklärt, unter Verwendung einer Systematisierung, die als Abbildung umgesetzt wurde, und es wird auf Robot Enhancement verwiesen. Dann geht das Kapitel auf ausgewählte Typen von Servicerobotern ein. Es werden Merkmale behandelt und Beispiele genannt, bis hin zu konkreten Produkten und Einsatzorten. Bei jedem Typ wird die Frage gestellt, ob man manche Beispiele den sozialen Robotern zuordnen kann oder ob künftige Beispiele mit sozialen Fähigkeiten denkbar sind.“ Das Buch kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-39621-3 heruntergeladen bzw. bezogen werden.

Abb.: Die Vision eines sozialen Roboters

Menschliche Bedürfnisse, robotische Lösungen

„Inspirierend anders“, der Podcast von Luca Beutel, ging vor kurzem in die Forschung. Für die ersten beiden Folgen hat der Mann mit dem Schnäuzer mit Prof. Dr. Oliver Bendel gesprochen. Der Technikphilosoph lebt in Zürich und arbeitet an mehreren Hochschulen der FHNW. Die erste Folge, ausgestrahlt seit dem 2. Mai 2023, heißt „#165 IAF – Die ultimative Maschine: Wie Robotik die Grenzen der Menschheit erweitert“. Oliver Bendel stellt darin die Grundlagen der Robotik dar und bringt diese in einen Zusammenhang mit der Künstlichen Intelligenz (KI). Ursprünglich wurden deren Gegenstände zusammengedacht. Dann haben sie sich aber getrennt entwickelt. Nun wachsen Roboter und KI-Systeme immer mehr zusammen. Am 9. Mai 2023 erschien die zweite Folge mit dem Titel „#167 IAF – Menschliche Bedürfnisse, robotische Lösungen: Die Zukunft der menschenähnlichen Roboter“. Darin geht es u.a. um ethische und ästhetische Fragen, die sich zu sozialen Robotern wie Pflegerobotern und Sexrobotern stellen. Auch die zweite Folge kann u.a. über Spotify aufgerufen werden.

Abb.:  So stellt sich DALL-E einen humanoiden Roboter vor

Podcast zu Robotik und KI

„Inspirierend anders“, der Podcast von Luca Beutel, geht in die Forschung. Für die ersten beiden Folgen hat der Mann mit dem Schnäuzer mit Prof. Dr. Oliver Bendel gesprochen. Der Technikphilosoph lebt in Zürich und arbeitet an mehreren Hochschulen der FHNW. Die erste Folge, ausgestrahlt seit dem 2. Mai 2023, heißt „#165 IAF – Die ultimative Maschine: Wie Robotik die Grenzen der Menschheit erweitert“. Oliver Bendel stellt darin die Grundlagen der Robotik dar und bringt diese in einen Zusammenhang mit der Künstlichen Intelligenz. Ursprünglich wurden deren Gegenstände zusammengedacht. Dann haben sie sich aber getrennt entwickelt. Nun wachsen Roboter und KI-Systeme immer mehr zusammen. Eine Woche später erscheint die zweite Folge mit dem Titel „#167 IAF – Menschliche Bedürfnisse, robotische Lösungen: Die Zukunft der menschenähnlichen Roboter“. Darin geht es u.a. um ethische und ästhetische Fragen, die sich zu sozialen Robotern wie Pflegerobotern und Sexrobotern stellen. Die erste Folge kann u.a. über Spotify aufgerufen werden.

Abb.: Der Podcast kann u.a. über Spotify gehört werden