Hunderte tiefschürfende Fragen aus dem Weltraum

„Vor Millionen von Jahren wurden die Dinosaurier von einem einschlagenden Meteoriten ausgelöscht.“ (Verlagsinformation) In der Gegenwart könnte es die Menschen treffen. Das Buch „RE:VIEW“, das im September 2026 erscheint, stellt die Frage: „Ist die Menschheit es überhaupt wert, gerettet zu werden?“ (Verlagsinformation) Es bietet im ersten Teil umfangreiches Bildmaterial der ESA von der KI-gestützten Planetenschutzmission Hera, ergänzt um Werke der KI-Kunst. Im zweiten Teil wird das KI-System der Hera selbst zum Interviewer und „führt dreißig tiefgreifende Gespräche mit Personen aus Kunst, Wissenschaft, Philosophie und Gesellschaft“ (Verlagsinformation), mit hunderten tiefschürfenden Fragen. Mit dabei sind unter anderem der Queen-Gitarrist und Doktor der Astrophysik Brian May, die erste Weltraumtouristin Anousheh Ansari, der „Interstellar“-Visionär Paul Franklin, die PETA-Gründerin Ingrid Newkirk, der Ex-Gitarrist von Guns N‘ Roses Ron Bumblefoot Thal, der Künstler Jonathan Meese und der Technikphilosoph und Maschinenethiker Oliver Bendel. Das Coffee Table Book vermittelt den Zugriff auf das KI-System der Hera, wird von einer YouTube-Dokumentation begleitet und bietet Behind-the-Scenes-Content. Das Buch mit dem Untertitel „Wozu die Menschheit retten?“ wird vom Verlag We Mind Publishing und von der Agentur Jung von Matt umgesetzt und ist bereits bei Amazon gelistet.

Abb.: Hunderte tiefschürfende Fragen aus dem Weltraum

Ein Selfie von Philae

Philae hat ein Selfie gemacht und an die Erde geschickt. Genau genommen ein Bild von seinem Bein. Im Hintergrund ist Komet Tschuri zu sehen. Von Weltraumrobotern kennt man die Selbstbildnisse seit den 70er-Jahren. Man ist in der Ferne unterwegs, man ist allein, um nicht zu sagen einsam, und was liegt näher, als ein Foto von sich selbst zu knipsen und es an die daheimgebliebenen Kohlenstoffeinheiten zu schicken. Begriffe wie „space robot selfies“ und „rover selfies“ verdeutlichen das Spektrum der „space selfies“. Auch der eine oder andere selbstreferenzielle Schnappschuss eines Erdroboters ist im Web zu finden und der eine oder andere autobiografisch anmutende Film. Aus Sicht der Robotik stellt sich die Frage, ob die Selfies zur Weiterentwicklung und zum Selbstlernen beitragen könnten. In welcher Hinsicht ist die egozentrische Perspektive interessant? Kann der Robot zu neuem Wissen über die ihn unmittelbar umgebende Umwelt kommen? Kann er seine Mimik und Gestik interpretieren und sein Verhalten reflektieren? Kann er nach und nach ein Selbstbewusstsein erlangen oder sich zumindest selbst im Spiegel erkennen? Artikel zu diesem Thema hat Oliver Bendel geschrieben. Sie sind über robohub.org/robot-selfies-and-the-road-to-self-recognition/ und ictk.ch/content/wenn-roboter-selfies-schiessen zu finden.

Abb.: Ein Raumschiff