Die Daimler und Benz Stiftung feierte am 24. Juli 2026 das Jubiläum ihres 40-jährigen Bestehens. Die Gäste strömten auf das Areal beim Carl-Benz-Haus in Ladenburg. Die Darstellerin Angela Pfenninger stieg als Bertha Benz in den Benz Patent-Motorwagen Nummer 3. Der Fotograf Jessen Oestergaard drückte ständig auf den Auslöser. Vorstand Prof. Dr. Lutz Gade ging in seinem Vortrag auf die Geschichte der Stiftung ein. Dabei hob er eine Tagung zur Roboterethik (und zur Maschinenethik) hervor, die am 24. November 2015 in Berlin stattgefunden hatte. Eingeladen hatten Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (ceres) und Daimler und Benz Stiftung. Vor dem eigentlichen Programm mit Beginn um 10 Uhr wurde eine Pressekonferenz mit Prof. Dr. Eckard Minx, Prof. Dr. Christiane Woopen, Prof. Dr. Alin Albu-Schäffer und Prof. Dr. Oliver Bendel abgehalten. Im Karl-Storz-Besucher- und Schulungszentrum begann dann der wissenschaftliche Marathon. Minx begrüßte und eröffnete, Woopen führte ein, nicht in ihrer damaligen Funktion als Vorsitzende des Ethikrats, sondern als Leiterin von ceres. Die Grundlagen autonomer Systeme erklärte Albu-Schäffer in seinem Vortrag „Autonomie und Kognition für menschzentrierte Robotik“. Mit „Autonome Systeme und die Selbstbestimmung des Menschen“ war der nächste Komplex betitelt. „Roboterlernen ohne Grenzen?“ von Prof. Dr. Jochen Steil schuf weitere Grundlagen. Dann ging es tief in die Maschinenethik hinein. Bendel referierte über „Die Moral in der Maschine“, wobei er die Designstudien CLEANINGFISH und LADYBIRD und den Prototyp GOODBOT vorstellte, Prof. Dr. Catrin Misselhorn über „Maschinen mit Moral? Theoretische Grundlagen und eine Roadmap für autonome Assistenzsysteme in der Pflege“. Nach der Mittagspause waren Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen und Prof. Dr. Johannes Weyer an der Reihe. Prof. Dr. Norbert Lammert, damaliger Bundestagspräsident, sprach zur Rolle der Politik, wetterte gegen die Verwendung des Begriffs der Autonomie in den Technikwissenschaften und missverstand damit deren Autonomie bei der Begriffsbildung. Christiane Woopen rundete mit ihrem Schlusswort die Veranstaltung ab. Der Fotograf Matti Hillig war pausenlos umhergeeilt, um die schönsten Bilder einzufangen. All dies hatten diejenigen in Ladenburg wieder vor dem geistigen Auge, die vor elf Jahren in Berlin dabei gewesen waren und nun nach dem Vortrag von Gade begeistert applaudierten.
Unter dem Titel „KI trifft Autismus“ veranstaltete autismus schweiz am 30. Mai 2026 eine Fachtagung, die sich der Rolle künstlicher Intelligenz in der Gesellschaft und im Kontext von Autismus widmete. Fachliche Impulse lieferten Maximilian Popp (No Isolation), Matthias Schüssler (Tages-Anzeiger), Dr. Maya Schneebeli (KJPP), Prof. Dr. André Frank Zimpel (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW). Eine Referentin fiel aus. In seinem Vortrag „Soziale Roboter und Physical AI bei Autismus“ stellte Oliver Bendel mehrere Beispiele und Prototypen vor und ordnete diese aus technischer und ethischer Perspektive ein. Dabei erläuterte er auch, was unter Inclusive Robotics und Inclusive AI zu verstehen ist. Moderator war der bekannte SRF-Redakteur Bernard Senn. Die Teilnahme war sowohl vor Ort als Live-Anlass im großen Hörsaal Nord des Universitätsspitals Zürich als auch zeitversetzt über eine On-Demand-Version möglich. Die Aufzeichnung steht etwa zehn Tage nach dem Anlass bis Ende Juli 2026 über das Veranstaltungsportal zur Verfügung. Weitere Informationen sind über portal.autismus.ch/veranstaltungen/202 abrufbar.
Abb.: Auch über AIBI wurde gesprochen (Foto: LivingAI)
Die Tagung LaborDigital am 10. Februar 2023 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), iniitiert und organisiert u.a. von Charlotte Axelsson, wird mit einem Vortrag von Prof. Dr. Johan Frederik Hartle eröffnet, dem Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Es folgt die Keynote „Labor-Geschichte/n. Zur Archäologie eines ‚kreativen‘ Raumes“ von Prof. Dr. Oliver Ruf von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Von 11.00 bis 12.30 Uhr finden parallel drei Experimental Learning Labs statt, nämlich „Artefakte der Maschinenethik“ mit Prof. Dr. Oliver Bendel (FHNW, Muttenz, Olten und Brugg-Windisch), „Dance Lab & Avatar“ mit Regina Bäck (München) und „Experimental Game Cultures Labs“ mit Prof. Dr. Margarete Jahrmann (Universität für angewandte Kunst Wien). Nach dem Mittagessen folgen die ZHdK Lab Visits und ab 15.30 Uhr weitere Experimental Learning Labs. Um 16.30 Uhr hält Raphaële Bidault-Waddington, Gründerin des LIID Future Lab in Paris, die zweite Keynote mit dem Titel „Designing Art-based Future Labs“. Johan Frederik Hartle beschließt mit weiteren Ausführungen die Tagung. Weitere Informationen über paul.zhdk.ch/course/view.php?id=2312.
Abb.: 13 Konzepte und Artefakte der Maschinenethik
Der internationale Kongress „Love and Sex with Robots“ findet am 19. und 20. Dezember 2016 statt (Goldsmiths, University of London). Die Titel der Vorträge finden sich im Programm auf der Website. „Sex Robots from the Perspective of Machine Ethics“ (Oliver Bendel), „Teletongue: A Lollipop Device For Remote Oral Interaction“ (Daisuke Yukita), „A New Breed of Sex Robots in THE GOOD GIRL“ (Julie Wosk), „The Cyborg Mermaid“ (Martine Mussies, Emiel Maliepaard), „A Kissing Game in the Digital Wild“ (Lindsay Grace), „Kissenger – Development of a Real-time Internet Kiss Communication Interface for Mobile Phones“ (Emma Yann Zhang, Shogo Nishiguchi, Adrian David Cheok, Yukihiro Morisawa) und „Sex with Robots for Love Free Encounters“ (Lynne Hall) sind nur einige davon. Die Keynotes halten David Levy (International Computer Games Association und Intelligent Toys Ltd) und Kate Devlin (Department of Computing at Goldsmiths, University of London). Panelist Speaker ist Eleanor Hancock. Der erste Kongress der Reihe fand 2014 auf Madeira statt, der zweite war für Malaysia geplant, wurde aber von den dortigen Behörden verboten. Im Goldsmiths, wo Steve McQueen, Damon Albarn, Tracey Emin, Brian Molko und Damien Hirst ausgebildet wurden, treffen sich Ende des Jahres aufgeschlossene Wissenschaftler, neugierige Künstler und ein interessiertes Publikum. Weitere Informationen über loveandsexwithrobots.org.