Robotic Quadrupeds and Animals

Im neuen Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ von Oliver Bendel (Springer Gabler, 2026) werden zahlreiche Projekte vorgestellt, die Begegnungen zwischen Tieren und Robotern bzw. Drohnen zum Gegenstand haben. Dazu gehört die „Robodog“-Studie, die 2025 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW durchgeführt wurde. Selina Rohr untersuchte, wie Haushunde auf den vierbeinigen Roboter Unitree Go2 – von Projektinitiator Oliver Bendel Bao genannt – reagieren und wie ihre Besitzer solche Roboter in gemeinsam genutzten öffentlichen Räumen wahrnehmen. Es zeigte sich, dass die meisten Hunde vorsichtig, aber nicht aggressiv waren. Das Interesse nahm zu, sobald sich der Roboter bewegte, während visuelle Modifikationen kaum Wirkung zeigten. Solche Projekte sind wichtig, weil Begegnungen zwischen Tieren und Robotern ständig zunehmen, in der Landwirtschaft, aber auch in Ballungsgebieten und Haushalten. Gerade erleben robotische Vierbeiner wie Spot und Unitree Go2 sowie robotische Zweibeiner wie Digit, Apollo, Figure 03 und NEO einen Boom, wobei letztere als Allzweckroboter vermarktet werden. Sie alle müssen nicht nur menschenfreundlich, sondern auch tierfreundlich gestaltet werden. Das Buch „Tier-Maschine-Interaktion“ kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50921-7 heruntergeladen bzw. erstanden werden.

Abb.: Der Unitree Go2 (Foto: Unitree)

The Robodog Project

Animal-machine interaction (AMI) is a discipline or field of work that deals with the interaction between animals and machines. This is how Prof. Dr. Oliver Bendel explains it in the Gabler Wirtschaftslexikon. It is primarily concerned with the design, evaluation, and implementation of complex machines and computer systems with which animals interact and which in turn interact and communicate with animals. There are close links to animal-computer interaction (ACI). Increasingly, the machine is a robot that is either remote-controlled or (partially) autonomous. In „The Robodog Project“ (also known as „Bao Meets Pluto„), the encounters between robotic quadrupeds and small to medium-sized dogs are explored. The project collaborator is Selinar Rohr, who is writing her bachelor’s thesis in this context. The walking, running, and jumping Unitree Go2 from Oliver Bendel’s private Social Robots Lab is in its original state or is wearing a head made with a 3D printer provided by Norman Eskera. The project is being carried out at the FHNW School of Business and will end on August 12, 2025, after which the results will be presented to the community and, if possible, to the general public.

Fig.: A drawing of Unitree Go2 (Image: Unitree)

Robotische und tierische Vierbeiner

Robotische Vierbeiner – oft als Roboterhunde bezeichnet – verbreiten sich immer mehr. In der Folge werden sie zunehmend echten Hunden begegnen. Die Frage ist, wie man den Roboter so konzipiert und konstruiert, dass die Tiere nicht überreagieren und weder Robotern noch Tieren oder Umstehenden irgendein Schaden zugefügt wird. Im Rahmen des „Robodog Project“ sollen kleinere Hunde mit dem gehenden, laufenden und springenden Unitree Go2 aus dem privaten Social Robots Lab von Prof. Dr. Oliver Bendel konfrontiert werden. Es ist geplant, kontrollierbare Umgebungen wie Hundetrainingsplätze zu besuchen und Treffen und Gespräche mit Hundebesitzern zu arrangieren. Die Ergebnisse werden zu Vorschlägen für Gestaltung und Steuerung führen. Auch Robot Enhancement kann eine Rolle spielen. So haben Roboterliebhaber mit einem 3D-Drucker karikaturenhafte Köpfe für den Unitree Go2 hergestellt, die ihm ein völlig anderes Aussehen verleihen. Das Projekt – nach dem Kosenamen des robotischen Vierbeiners und der Disneyfigur auch „Bao Meets Pluto“ genannt – startete Ende März 2025 an der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Es ist Teil der Forschung von Oliver Bendel auf dem Gebiet der Tier-Maschine-Interaktion.

Abb.: Ein Golden Retriever