Oliver Bendel spricht am 13. Oktober 2019 beim 21. Turmdersinne-Symposium über „Das Verschmelzen von maschineller und menschlicher Moral“. Die Maschinenethik bringt moralische Maschinen hervor. Man gibt ihnen moralische Regeln vor, an die sie sich halten, oder lässt sie solche entwickeln und abändern. Was passiert, wenn der Mensch seine Verantwortung abgibt und wenn die maschinelle Moral von der menschlichen abweicht, etwa indem sie mehr Moralität aufweist oder sich zur Supermoral entwickelt (die die Schwester der Superintelligenz wäre)? Hier sind auch Informations- und Roboterethik gefragt. Das Konzept des Cyborgs ist bekannt: Ein Organismus wird mit einer technischen Struktur erweitert. Aber was ist, wenn wir mit einer moralischen Maschine verschmelzen? Verbessert sich unsere Moral oder verlieren wir diese in gewisser Hinsicht? Ein zukünftiges Konzept könnte der umgekehrte Cyborg sein: Eine technische Struktur wird mit einem Organismus oder einem Organ – etwa einem menschlichen Gehirn – angereichert. Dies könnte ein Weg sein, den Tod zu besiegen. Aber wie entfaltet sich in diesem Konstrukt die Moral? Entsteht ein moralisch neuartiger Mensch oder eine neuartige moralische Maschine? Maschinen-, Informations- und Roboterethik sind gefordert.
Abb.: Superintelligenz und Supermoral als Supergirls
Laut NZZ und anderen Medien soll Genf „ein Ethikzentrum für die digitale Gesellschaft werden“ (NZZ, 15. August 2019). Am 2. September soll beim Swiss Global Digital Summit eine neue „Plattform“ gegründet werden, präsidiert von der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard (CVP), heute u.a. Verwaltungsrätin der Bell Food Group AG, einer Fleischverarbeiterin. Führungsleute von „namhaften Unternehmen“ hätten sich angemeldet, unter ihnen „die CEO von Adecco, Credit Suisse, UBS, Migros, Roche, SwissRe, Zurich Insurance, Swisscom und SBB“ (NZZ, 15. August 2019). Mit dabei seien auch die Präsidenten der Hochschulen ETHZ und EPFL sowie Vertreter aus den Chefetagen von Google, Huawei, IBM, Microsoft, Uber und Siemens. Die Grundhaltung und Stoßrichtung wird offenbar klar und deutlich vorgegeben. Es geht laut NZZ „darum, im optimistischen Geist des technischen Fortschritts ethische Standards zu formulieren, um die heiklen Aspekte der rasanten Entwicklung zu meistern“. „Stichworte dafür sind künstliche Intelligenz, die Automatisierung sowie die Ansammlung und Verwendung persönlicher Daten. Dafür sollen Lösungen im marktwirtschaftlich-freiheitlichen Sinn gefunden werden, die eine internationale Strahlkraft entwickeln.“ (NZZ, 15. August 2019) Wie auf EU-Ebene besteht die Gefahr der Instrumentalisierung der Ethik und der Vereinnahmung der Wissenschaft durch politische und wirtschaftliche Kräfte. Als Moralphilosoph wird man der Einrichtung eher skeptisch gegenüberstehen.
Die Verschmutzung der Gewässer durch Plastik ist ein Thema, das seit ein paar Jahren ständig in den Medien zu finden ist. Bereits 2015 wurde an der Hochschule für Technik FHNW und der Hochschule für Wirtschaft FHNW untersucht, ob ein Roboterfisch – in der Art des CLEANINGFISH (2014) von Oliver Bendel – eine Lösung sein könnte. 2018 wurde von dem Informations- und Maschinenethiker eine weitere Arbeit vergeben, mit dem Auftrag, mehrere bestehende oder geplante Projekte zu untersuchen, die sich der Meeresverschmutzung annehmen. Als Grundlage der Abschlussarbeit im Studiengang EUT von Rolf Stucki diente „eine Literaturrecherche zum aktuellen Stand der Plastikproblematik weltweit und deren Auswirkungen, aber auch zu den Eigenschaften und Vorzügen von Kunststoffen“ (Management Summary). „Zusätzlich wurden Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Projekte geführt. Um die internen Unternehmensfaktoren (Stärken, Schwächen) und externen Umweltfaktoren (Chancen, Risiken) zu beurteilen, wurden anhand der Antworten und der Recherche SWOT-Analysen erstellt.“ (Management Summary) Die Resultate zeigen laut Stucki, dass die meisten Projekte finanziell abhängig sind von Sponsoren und Geldgebern. Zwei von ihnen seien außerdem in der Konzeptphase; sie sollten mittelfristig die technische und finanzielle Machbarkeit nachweisen. Mit Blick auf das soziale Engagement lasse sich sagen, dass alle sechs Projekte sehr aktiv sind. Ein Plakat zeigt einen Vergleich (die Fotos wurden für die Publikation in diesem Blog verfremdet). Als Roboter sticht WasteShark aus den Ansätzen heraus. Er ist sozusagen der CLEANINGFISH, der Realität geworden ist.
„Liebespuppen (engl. ‚love dolls‘) unterscheiden sich von klassischen Gummipuppen durch ihre lebensechte Gestaltung. Sie haben Kopf und Körper, die täuschend echt anzusehen sind. Sie haben künstliche Haut, unter der sich Gel befindet, sodass sich ihre Gliedmaßen echt anfühlen. An ausgewählten Stellen erwärmen sie sich oder sondern sie Flüssigkeit ab. Metallskelette erlauben unterschiedliche Positionen. Man kann Liebespuppen kaufen, um sie zuhause zu benutzen, man kann sie mieten, stunden- oder tageweise, oder in speziellen oder normalen Etablissements antreffen. Die meisten von ihnen sind Mädchen und Frauen nachempfunden, nur wenige dem männlichen Geschlecht.“ So beginnt ein neuer Beitrag im Gabler Wirtschaftslexikon, verfasst von Oliver Bendel. Interessanterweise werden Fantasy- und Comicfiguren von manchen Männern gezielt gesucht bzw. bevorzugt. „Wie weit die Abweichung vom Menschen gehen darf, ist weitgehend unerforscht. Ist jemand bereit, sich sexuell mit Daisy Duck oder Minnie Mouse einzulassen? Es könnte sein, dass für die Mehrheit hier eine Grenze überschritten wäre, zumal es sich für Erwachsene vielfach um Figuren aus der Kindheit handelt.“ Der Beitrag ist am 7. August 2019 erschienen und kann über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/liebespuppen-121148 heruntergeladen werden.
CONVERSATIONS 201 is a full-day workshop on chatbot research. It will take place on November 19, 2019 at the University of Amsterdam. From the description: „Chatbots are conversational agents which allow the user access to information and services though natural language dialogue, through text or voice. … Research is crucial in helping realize the potential of chatbots as a means of help and support, information and entertainment, social interaction and relationships. The CONVERSATIONS workshop contributes to this endeavour by providing a cross-disciplinary arena for knowledge exchange by researchers with an interest in chatbots.“ The topics of interest that may be explored in the papers and at the workshop include humanlike chatbots, networks of users and chatbots, trustworthy chatbot design and privacy and ethical issues in chatbot design and implementation. The submission deadline for CONVERSATIONS 2019 was extended to September 10. More information via conversations2019.wordpress.com/.
Robophilosophy or robot philosophy is a field of philosophy that deals with robots (hardware and software robots) as well as with enhancement options such as artificial intelligence. It is not only about the practice and history of development, but also the history of ideas, starting with the works of Homer and Ovid up to science fiction books and movies. Disciplines such as epistemology, ontology, aesthetics and ethics, including information and machine ethics, are involved. The new platform robophilosophy.com was founded in July 2019 by Oliver Bendel. He invited several authors to write with him about robophilosophy, robot law, information ethics, machine ethics, robotics and artificial intelligence. All of them have a relevant background. Oliver Bendel studied philosophy as well as information science and made his doctoral thesis about anthropomorphic software agents. He has been researching in the fields of information ethics and machine ethics for years.
Parallel to his work in machine ethics, Oliver Bendel is trying to establish animal-machine interaction (AMI) as a discipline. He was very impressed by Clara Mancini’s paper „Animal-Computer Interaction (ACI): A Manifesto“ on animal-computer interaction. In his AMI research, he mainly investigates robots, gadgets, and devices and their behavior towards animals. There are not only moral questions, but also questions concerning the design of outer appearance and the ability to speak. The general background for his considerations is that more and more machines and animals meet in closed, half-open and open worlds. He believes that semi-autonomous and autonomous systems should have rules so that they treat animals well. They should not disturb, frighten, injure or kill them. Examples are toy robots, domestic robots, service robots in shopping malls and agricultural robots. Jackie Snow, who writes for New York Times, National Geographic, and Wall Street Journal, has talked to several experts about the topic. In an article for Fast Company, she quotes the ethicists Oliver Bendel and Peter Singer. Clara Mancini is also expressing her point of view. The article with the title „AI’s next ethical challenge: how to treat animals“ can be downloaded here.
The article „Hologram Girl“ by Oliver Bendel deals first of all with the current and future technical possibilities of projecting three-dimensional human shapes into space or into vessels. Then examples for holograms from literature and film are mentioned, from the fictionality of past and present. Furthermore, the reality of the present and the future of holograms is included, i.e. what technicians and scientists all over the world are trying to achieve, in eager efforts to close the enormous gap between the imagined and the actual. A very specific aspect is of interest here, namely the idea that holograms serve us as objects of desire, that they step alongside love dolls and sex robots and support us in some way. Different aspects of fictional and real holograms are analyzed, namely pictoriality, corporeality, motion, size, beauty and speech capacity. There are indications that three-dimensional human shapes could be considered as partners, albeit in a very specific sense. The genuine advantages and disadvantages need to be investigated further, and a theory of holograms in love could be developed. The article is part of the book „AI Love You“ by Yuefang Zhou and Martin H. Fischer and was published on 18 July 2019. Further information can be found via link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-19734-6.
Die Künstliche Intelligenz hat zunächst die menschliche oder tierische Intelligenz als Referenz und versucht, sie in bestimmten Aspekten abzubilden. Sie kann zudem anstreben, von der menschlichen oder tierischen Intelligenz abzuweichen, etwa indem sie mit ihren Systemen die Probleme anders löst. Die Maschinenethik widmet sich der maschinellen Moral, bringt sie hervor und untersucht sie. Ob man die Begriffe und Methoden der Maschinenethik mag oder nicht – man muss anerkennen, dass neuartige autonome Maschinen entstehen, die in einem gewissen Sinne vollständiger als frühere erscheinen. Es verwundert fast, dass sich die künstliche Moral nicht viel früher zur künstlichen Intelligenz gesellt hat. Nun scheinen vor allem Maschinen, die menschliche Intelligenz und menschliche Moral für überschaubare Anwendungsbereiche simulieren, eine gute Idee zu sein. Aber was ist, wenn eine Superintelligenz mit einer Supermoral eine neue Art bildet, die der unseren überlegen ist? Das ist natürlich Science-Fiction. Aber auch etwas, das manche Wissenschaftler erreichen wollen. Prof. Dr. Oliver Bendel aus Zürich stellt in seinem Vortrag am 18. Juli 2019 ab 18:30 Uhr am KIT gegenwärtige Entwicklungen und künftige Möglichkeiten vor und nimmt eine kritische Einordnung vor. Er schließt damit das Colloquium Fundamentale des Sommersemesters ab. Weitere Informationen über www.zak.kit.edu/colloquium_fundamentale.
„Chancen und Risiken: KI & Autonomes Fahren“ – so der Titel eines Beitrags im Spektrum der Wissenschaft. In einem fast zwanzigminütigen Video wird der Vortrag von Oliver Bendel gezeigt, den er bei der Veranstaltung „KI & Autonomes Fahren“ am 13. Mai 2019 im Max-Planck-Institut für intelligente Systeme gehalten hat. Die Reihe „Gehirn der Zukunft“, die den Rahmen bildete, wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung getragen. Zunächst sprachen Dr. Emanuela Bernsmann von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Dr. Katherine J. Kuchenbecker vom Max-Planck-Institut für intelligente Systeme ein Grußwort. Dann trugen Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW), Dr. Corinna Bernarding (Universität des Saarlandes), Prof. Dr. Andreas Geiger (Max-Planck-Institut für intelligente Systeme) und Dr. Sebastian Söhner (Porsche AG) vor. Oliver Bendel stellte in seinem Vortrag zehn Thesen auf und führte passende Beispiele an. Sein Fazit lautete: „Die Informationsethik kann Chancen und Risiken des automatisierten und autonomen Fahrens herausarbeiten, und sie kann Konflikte erkennen und angehen, etwa indem sie einen Diskurs zwischen Interessengruppen begleitet. Mit Hilfe der Maschinenethik wäre es möglich, automatisierte und autonome Autos in moralische Maschinen zu verwandeln. Diese könnten bei Tieren qualifizieren und quantifizieren, was sie bei Menschen nicht tun sollten.“
„Stimmen der Bibliothek“ widmet sich in einem neuen Podcast dem Thema „Künstliche Intelligenz, Robotik und Maschinenethik“. Auf der Website heißt es: „Künstliche Intelligenz (KI) wird zum Bestandteil unseres Arbeits- und Lebensalltags: Intelligente Objekt- und Mobilitätssteuerung, kooperative Roboter in der Industrie, KI bei der Sprachsteuerung mittels Assistenten … Zu verbreiteten Lösungen in Produktion und Logistik treten vermehrt Szenarien und Anwendungen aus dem Service- und Dienstleistungsbereich hinzu: KI im Personalmanagement, bei der Verbrechensbekämpfung oder in Medizin, Pflege und Therapie, ergo Bereichen mit starken sozialen Interaktionen sowie besonderen Anforderungen an Datenschutz und Privatheit. Wo stehen wir im Bereich der KI und sozialen Robotik, welche Auswirkungen kann dies auf die Gesellschaft bringen und welche Bedeutung spielen hierbei ethische Grundsätze?“ (Website Stabi) Und weiter: „Hören Sie im Interview mit Oliver Bendel, Professor für Wirtschaftsinformatik, Roboterphilosoph und Sachverständiger des Deutschen Bundestages, wie KI-Entwicklungen unser Leben bestimmen (werden) und wie sie Gegenstand in Forschung und Lehre sind … Das Gespräch wurde am 21. Mai 2019 von Heinz-Jürgen Bove, Fachreferent für Sozialwissenschaften an der Staatsbibliothek zu Berlin, durchgeführt.“ (Website Stabi)
The papers of the CHI 2019 workshop „Conversational Agents: Acting on the Wave of Research and Development“ (Glasgow, 5 May 2019) are now listed on convagents.org. The extended abstract by Oliver Bendel (School of Business FHNW) entitled „Chatbots as Moral and Immoral Machines“ can be downloaded here. The workshop brought together experts from all over the world who are working on the basics of chatbots and voicebots and are implementing them in different ways. Companies such as Microsoft, Mozilla and Salesforce were also present. Approximately 40 extended abstracts were submitted. On 6 May, a bagpipe player opened the four-day conference following the 35 workshops. Dr. Aleks Krotoski, Pillowfort Productions, gave the first keynote. One of the paper sessions in the morning was dedicated to the topic „Values and Design“. All in all, both classical specific fields of applied ethics and the young discipline of machine ethics were represented at the conference. More information via chi2019.acm.org.
„Roboter, Empathie und Emotionen“ – dieses Forschungsprojekt hatte die Einrichtung für Technologiefolgenabschätzung der Schweiz, die TA-SWISS, vor einiger Zeit ausgeschrieben. Den Zuschlag hat ein Konsortium von FHNW, ZHAW und Universität St. Gallen erhalten. Der Antragsteller, Prof. Dr. Hartmut Schulze von der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW, deckt die Psychologie ab. Der Co-Antragsteller, Prof. Dr. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW, nimmt die Perspektive von Informations-, Roboter- und Maschinenethik ein, die Co-Antragstellerin, Prof. Dr. Maria Schubert von der ZHAW, die der Pflegewissenschaft. Die TA-SWISS stellte auf ihrer Website fest: „Welchen Einfluss haben Roboter … auf unsere Gesellschaft und auf die Personen, die mit ihnen interagieren? Sind Roboter vielleicht eher Spitzel als Vertraute? … Was erwarten wir von diesen Maschinen beziehungsweise was dürfen wir effektiv von ihnen erwarten? Zahlreiche soziologische, psychologische, wirtschaftliche, philosophische und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen und künftigen Einsatz und Potenzial der Roboter sind noch offen.“ (Website TA-SWISS) Das Kick-off-Meeting mit einer Begleitgruppe fand am 26. Juni 2019 in Bern statt.
Vom 18. bis zum 20. Juli 2019 findet die Fachtagung „Game of Drones“ statt. Sie wird vom Zeppelin Museum Friedrichshafen in Kooperation mit der Universität Konstanz und der Zeppelin Universität Friedrichshafen organisiert. Es geht, wie der Titel verrät, um die Technologie der Drohnen, um die Spiele und Kriegsspiele damit. „Die wissenschaftliche Fachtagung beleuchtet in drei Panels kritisch das Spannungsfeld dieser Technologie, die absolute Gegensätze in sich vereint. VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft reflektieren gesellschaftlich relevante Aspekte des militärisch-wirtschaftlichen Sektors sowie der Aneignung durch zeitgenössische KünstlerInnen und Start-Ups. Der Schnittstelle von Drohnen und Künstlicher Intelligenz widmet sich ein Panel aus ethischer und medientheoretischer Perspektive.“ (Website ZM) Prof. Dr. Oliver Bendel (Hochschule für Wirtschaft FHNW) – Informations- und Maschinenethiker und Verfasser des Drohnenromans „Verlorene Schwestern“ (2009) – spricht am 20. Juli zu „Die Drohne und die Moral“ (auch aus Sicht der Maschinenethik), Philip Hauser (Universität Konstanz) zu „Mobilität und Macht – Drohnen und künstliche Intelligenz aus medienwissenschaftlicher Perspektive“ und Dr. Goetz Herrmann (Universität Paderborn) zu „Game of Swarms: Adaptabilität“. Das Programm kann hier heruntergeladen werden. Weitere Informationen über www.zeppelin-museum.de.
„Bei einer ersten Begegnung vor fünf Jahren wirkte Oliver Bendel ziemlich abgefahren. Damals skizzierte er eine Zukunft, in der Technologien auf der Kontaktlinse oder unter der Haut stecken und Kriminelle eben jemandem eine Hand abhacken, um sich mit dem implantierten Chip Zugang zu einem Gebäude zu verschaffen. Er erzählte von einer Welt voller virtuellen Assistenten und Roboter, von seinem Staubsauger mit Moral, den er bauen wollte. Es klang nach Science-Fiction.“ (NZZ, 14. Juni 2019) Im Frühjahr 2019 hat Melanie Keim den Informations- und Maschinenethiker nochmals getroffen, im Lichthof der Universität Zürich. Sie findet ihn immer noch abgefahren. Aber sie hält in ihrem Artikel „Er lehrt Roboter Moral“ für die NZZ fest, dass seine Themen – zu denen er seit zwanzig Jahren forscht – im Mainstream angekommen sind. Inzwischen wurde LADYBIRD, der tierfreundliche Saugroboter, als Prototyp gebaut, und der LIEBOT, der systematisch lügen konnte, ist Geschichte. Dieser erklärte im Sommer 2016, dass Donald Trump der Präsident der USA sei. Warum er dies tat, wird in mehreren Papers und auf mehreren Slides erklärt, die u.a. hier und über www.oliverbendel.net heruntergeladen werden können. Nur soviel sei verraten: Es wird sozusagen Pingpong mit Yahoo gespielt. Der Artikel vom 22. Juni 2019 steht als PDF zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Onlineversion.
„Die britische Elite-Universität Oxford hat eine Spende in Höhe von 150 Millionen Pfund (rund 168 Millionen Euro) von US-Milliardär Stephen A. Schwarzman erhalten. Mit der höchsten Einzelspende in der Geschichte der Hochschule soll das ‚Stephen A. Schwarzman Centre‘ für Geisteswissenschaften entstehen.“ (SPON, 19. Juni 2019) Dies meldete der Spiegel am 19. Juni 2019. Weiter heißt es: „In dem Gebäude sollen unter anderem die Fakultäten für … Geschichts- und Sprachwissenschaften, Philosophie, Musik und Theologie zusammengelegt werden. Rund ein Viertel aller Oxford-Studenten sind in diesen Fächern eingeschrieben. Zusätzlich soll dort ein neues Institut für Ethik im Umgang mit Künstlicher Intelligenz entstehen, wie die Universität mitteilte.“ (SPON, 19. Juni 2019) Der Schwerpunkt scheint auf Informations- und Roboterethik zu liegen. Schwarzman selbst sagte laut Spiegel, Universitäten müssten dabei helfen, ethische Grundsätze für den schnellen technologischen Wandel zu entwickeln. Über die Herkunft der Mittel wird debattiert. Weitere Informationen über www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/oxford-elite-uni-erhaelt-150-millionen-pfund-spende-a-1273161.html.