Seit 2016 sind fünf „Keywords“-Bände von Oliver Bendel bei Springer Gabler erschienen, dazu ein weiterer, der gemeinsam mit Kollegen verfasst wurde, und zwei Neuauflagen. Am 2. September 2026 wurde der Vertrag für das – je nach Zählweise – sechste oder neunte Lexikon dieser Art geschlossen. Bis 2016 waren die „Keywords“-Bände ausschließlich vom Verlag selbst zusammengestellt worden, was auch später noch das übliche Verfahren war. Sie speisten sich aus Beiträgen, die im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht worden waren. Beispiele sind „222 Keywords Wirtschaftsgeografie“ oder „333 Keywords Arbeitsrecht“. Oliver Bendel führte seine eigenen „Keywords“-Bände ein, die aus seinen im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlichten Beiträgen und von ihm neu geschriebenen Texten bestanden. Es wurden Themen wie „Informationsethik“, „Digitalisierung“, „Soziale Robotik“, „Generative KI“ und „Weltraum“ abgedeckt. Der sechste Band wird den Titel „400 Keywords Robotik: Roboter aus technischer, wirtschaftlicher und ethischer Perspektive“ tragen. Insbesondere durch die philosophischen Betrachtungen hebt sich das Buch von anderen Grundlagenwerken ab. Es finden sich nicht nur Einträge wie „Allzweckroboter“, „Endeffektor“ und „Freiheitsgrad“, sondern auch solche wie „Schönheit“, „Kultur“ und „Robozän“. Das Lexikon wird Anfang 2027 auf den Markt kommen.
Der Tages-Anzeiger befragte am 25. August 2026 den Technikphilosophen Oliver Bendel zu den World Humanoid Robot Games 2026 in Peking. Dort fanden 30 Sportwettkämpfe mit Allzweckrobotern (General-Purpose Robots) oder Robotern auf General-Purpose-Robots-Plattformen statt, die etwa für das Rennen oder den Hochsprung angepasst worden waren. Zudem wurden 21 Szenariowettkämpfe durchgeführt, in denen sich die humanoiden Roboter bei praktischen Aufgaben in Produktion, Logistik, Haushalt, Pflege etc. behaupten mussten. Oliver Bendel war fasziniert von den Bewegungen beim Kickboxen, wobei diese wohl bei den meisten Auftritten ferngesteuert waren. Noch mehr fasziniert war er von den Allzweckrobotern auf dem Tennisplatz. Diese hatten vielleicht die Fähigkeiten von kleinen Kindern, wie Oliver Bendel meinte, der früher selbst Tennis gespielt hatte, und eine ungewöhnliche Schlägerhaltung. Aber im Unterschied zu den anderen waren sie selbstständig unterwegs. Vor ein paar Jahren noch wäre ein solches Bespielen des Platzes undenkbar gewesen. Es ist erklärtes Ziel der Spiele, die unter anderem von chinesischen Medien- und Robotikorganisationen und der Pekinger Stadtregierung ausgerichtet werden, die Autonomie von Jahr zu Jahr zu erhöhen und sie in immer mehr Disziplinen durchzusetzen. Das Interview ist am 26. August in der Onlineausgabe unter dem Titel „Dieser Roboter ist eine Rakete auf zwei Beinen – nur bremsen kann er nicht“ erschienen, was ein Zitat des Technikphilosophen ist.
„Gut 90 Gäste kamen in den Genuss eines hervorragenden Vortrags zum Thema ‚Roboter‘ mit Schwerpunkt Roboter in der Pflege.“ So lautet der Teaser des Artikels „Professor Oliver Bendel – der Schweizer Roboter-Flüsterer!“, der in der August-Ausgabe von TOP HINWIL erschienen ist. Seit 1994 bieten die Aktiven Seniorinnen und Senioren Hinwil (ASSH) monatlich einen Vortrag an. Zu den Referenten gehörten Claude Nicollier, Astronaut und Wissenschaftler, Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent, Franz Hohler, Schriftsteller, und Erich von Däniken, Bestsellerautor. Am 17. Juni 2026 war Oliver Bendel zu Gast. Er beleuchtete die Rolle sozialer Roboter, gegenwärtiger Assistenzroboter und künftiger Allzweckroboter in der Pflege. Anhand zahlreicher aktueller Beispiele aus Forschung und Praxis zeigte er, wie Robotersysteme bereits heute Pflegekräfte unterstützen, Pflegebedürftige aktivieren und bei alltäglichen Aufgaben helfen können. Dabei ging es sowohl um soziale Interaktion und Unterhaltung als auch um konkrete Assistenzleistungen wie Handreichungen, Mobilisierung oder Unterstützung im Pflegealltag. Darüber hinaus widmete sich der Vortrag den ethischen und gesellschaftlichen Fragen, die mit dem Einsatz von KI-gestützten Robotern verbunden sind. Danach fand eine rege Diskussion statt. Das Lokalblatt wird in einigen Tagen über www.top-hinwil.ch/top-archiv/ als PDF zur Verfügung gestellt.
Oliver Bendel hat der Tagespost ein Interview zu Pflegerobotern gegeben. Der Artikel „Roboter gegen den Pflegenotstand“ von Sina Hartert erschien am 11. Juli 2026. Der in Zürich lebende Technikphilosoph forscht seit 2012 zu Pflegerobotern. Er richtete 2017 für die Daimler und Benz Stiftung den Ladenburger Diskurs zu Pflegerobotern aus. Die Teilnehmer waren Autoren des 2018 erschienenen Herausgeberbands „Pflegeroboter“ – bis zum Juli 2026 erzielte er über 574.000 Accesses auf Springer Nature Link. Im Jahre 2019 führte Oliver Bendel für die Daimler und Benz Stiftung das Berliner Kolloquium zum Thema durch. Mit dabei waren u.a. Michael Anderson und Susan Leigh Anderson, zwei Maschinenethiker aus den USA, Florian Coulmas, ein Japanexperte, und Armin Grunwald, Technikphilosoph aus Deutschland. Moderator war Christoph Keller von SRF. 2021 erschien der Herausgeberband „Soziale Roboter“ – bis zum Juli 2026 erreichte er über 415.000 Accesses auf Springer Nature Link. 2022 entwickelte Marc Heimann nach den Ideen von Oliver Bendel ein Moralmenü für einen Pflegeroboter. Der Patient kann seine moralischen und sozialen Vorstellungen mit Hilfe von Schiebereglern auf die Maschine übertragen. Oliver Bendel glaubt nicht, dass Roboter ein Mittel gegen den Pflegenotstand sind. Sie können aber Pflegekräfte und Pflegebedürftige unterstützen, sowohl als soziale Roboter als auch als Assistenzroboter. Der Artikel in der Tagespost kann über www.die-tagespost.de/leben/wirtschaft/roboter-gegen-den-pflegenotstand-art-276741 aufgerufen werden.
Abb.: Eine Krankenschwester ohne Pflegeroboter (Bild: GPT Image 2)
Vom 1. bis 4. Juli 2026 trifft sich die Community der Sozialen Robotik zur 18th International Conference on Social Robotics (ICSR + ART 2026) in London. Getagt wird im Senate House der University of London, einem der bekanntesten akademischen Gebäude Großbritanniens. Forscher, Entwickler, Künstler und Vertreter der Industrie diskutieren dort aktuelle Entwicklungen und zukünftige Perspektiven sozialer Roboter sowie animaloider, humanoider und mythomorpher Gestaltung. Besonders ist in diesem Jahr die Verbindung von Robotik und Kunst. Neben dem wissenschaftlichen Programm bietet die Konferenz mit Formaten wie der Grand Challenge, dem Robot Fringe, den Debates (die mit dem Debate Room einen exklusiven Ort haben) und einem Industry Day zahlreiche Möglichkeiten für Austausch und Erkenntnisgewinn. Die General Chairs Hooman Samani und Saina Akhond, beide von der University of the Arts London, und ihre Mitstreiter von Hochschulen auf der ganzen Welt setzen damit gezielt auf Interdisziplinarität, Innovation und Diskurs. Weitere Informationen sind über icsr2026.uk verfügbar.
Nach generativer KI ist Robotik das Thema der Stunde, und natürlich kann man beides verbinden. Am 21. Mai 2026 lud Walder Wyss im Rahmen von „Off the Record“ ab 18 Uhr zu einem Robotikevent ins Kraftwerk Zürich ein. Es waren Freunde und Kunden der Anwaltskanzlei eingeladen. Es ging um klassische Serviceroboter ebenso wie um Allzweckroboter – und um soziale Roboter. Auf dem Panel waren Prof. Dr. Oliver Bendel, Technikphilosoph und Wirtschaftsinformatiker, der sich seit einem Vierteljahrhundert intensiv mit Chatbots, Sprachassistenten und sozialen Robotern beschäftigt, und Sylvia Stocker, CEO von Arabesque. Es moderierten Ramona Wyss und Florian Gunz. Seit 27. Mai 2026 stehen die Fotos zur Veranstaltung zur Verfügung. Zu sehen sind auf ihnen nicht nur die genannten Personen, sondern auch die Roboter, die im Raum waren, wie Unitree G1, Mars und Pepper. Im Imageflyer schreibt die Anwaltskanzlei über sich: „We are a dynamic law firm with flat structures and a very friendly atmosphere. More than 300 legal experts make Walder Wyss one of the most successful Swiss commercial law firms. Our clients include national and international companies, publicly held corporations and family businesses as well as public law institutions and individuals.“ (Imageflyer Walder Wyss)
In der Sonderbeilage „Wohnen“ der Sonntagszeitung vom 12. April 2026 kommt Prof. Dr. Oliver Bendel zu Wort. Der Technikphilosoph forscht zu sozialen Robotern und Servicerobotern. Seit 2024 hat er auch mehrere Artikel zu Allzweckrobotern geschrieben, die als Vorformen von echten universellen Robotern gelten. Diese werden oft fälschlicherweise mit humanoiden Robotern gleichgesetzt, zu denen beispielsweise Pepper und Alpha Mini gehören. Allzweckroboter wie Digit, Apollo und Figure 03 sind in Fabriken mit sehr eingeschränkten Tätigkeiten zu finden. Figure 03 und NEO sind unter anderem wegen ihrer textilen Oberfläche interessant und dafür gedacht, sich in Haushalten nützlich zu machen. Oliver Bendel glaubt, dass dies in zwei Wellen erfolgen könnte. Zunächst werden Tausende Exemplare verkauft, die dann in realen Umgebungen lernen. Nach den entsprechenden Fortschritten könnten womöglich Millionen von Exemplaren ausgeliefert werden. Dem könnten allerdings Sicherheitsrisiken und Datenschutzprobleme sowie Akzeptanz- und Platzprobleme entgegenstehen. Einst gab es die Vision, dass in jedem Haushalt ein Computer stehen würde. Daraus wurden mehrere in unterschiedlichen Formen. Ob soziale Roboter und Serviceroboter ein ähnliches Schicksal teilen werden, wird die Zukunft zeigen.
Das Buch „Soziale Roboter: Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“ (Hrsg. Oliver Bendel) hat am 1. März 2026 400.000 Accesses auf Springer Nature Link erreicht. Es besteht aus fünf Teilen: „Grundlagen, -begriffe und -fragen“, „Soziale Robotik und andere Disziplinen“, „Gestaltung, Interaktion und Kommunikation“, „Anwendungsbereiche sozialer Roboter“ und „Die Zukunft sozialer Roboter“. Es sind, das Vorwort mitgezählt, 30 Beiträge, mit ca. 35 Abbildungen, bei ca. 570 Seiten. Der Untertitel lautet: „Technikwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche, philosophische, psychologische und soziologische Grundlagen“. Mit dabei sind führende Experten der Sozialen Robotik, der Robotik, der Künstlichen Intelligenz, der Soziologie, der Psychologie und der Philosophie. Sie lehren und forschen an Hochschulen in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich, in Dänemark und in Schweden. Auch ein Hersteller ist vertreten, der über den Einsatz seines Produkts berichtet. Das Fachbuch ist Ende 2021 bei Springer Gabler erschienen und kann über link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-31114-8 heruntergeladen oder bestellt werden. Zudem ist es in jeder Buchhandlung verfügbar.
Abb.: Eiliko von Energize Lab (Foto: Energize Lab)
Am 18. Februar 2026 wurde im SRF (10 vor 10) der Beitrag „Roboter nehmen öffentlichen Raum ein“ von Bruno Amstutz ausgestrahlt. Es ging um Serviceroboter im öffentlichen Raum. In Zürich Oerlikon testete der Lieferdienst Just Eat im Jahr 2025 gemeinsam mit dem ETH-Spin-off Rivr den Einsatz von Lieferrobotern. Nach kurzer Zeit wurde das Projekt jedoch wieder eingestellt. Das Modell wurde von einem Bundesamt als Fahrzeug eingestuft. Da die entsprechende Zulassung fehlte, wurde es aus dem Verkehr gezogen. Im selben Jahr war ein Sicherheitsroboter des Schweizer ETH-Start-ups Ascento auf der Basler Herbstmesse unterwegs, um für Sicherheit auf dem Gelände zu sorgen. Mit seinen großen Rädern und seinen sozialen Merkmalen war er ein Hingucker. In diesem Fall intervenierte allerdings die Datenschützerin. Prof. Dr. Oliver Bendel kam zu Wort und sprach über Akzeptanz gegenüber Servicerobotern und sozialen Robotern. Zu sehen war er in Interaktion mit seinem Unitree Go2, genannt Bao, aus seinem privaten Social Robots Lab. Der Beitrag ist auch online verfügbar.
In January 2023, the Proceedings of Robophilosophy 2022 were published. Included is the paper „Robots in Policing“ by Oliver Bendel. From the abstract: „This article is devoted to the question of how robots are used in policing and what opportunities and risks arise in social terms. It begins by briefly explaining the characteristics of modern police work. It puts service robots and social robots in relation to each other and outlines relevant disciplines. The article also lists types of robots that are and could be relevant in the present context. It then gives examples from different countries of the use of robots in police work and security services. From these, it derives the central tasks of robots in this area and their most important technical features. A discussion from social, ethical, and technical perspectives seeks to provide clarity on how robots are changing the police as a social institution and with social actions and relationships, and what challenges need to be addressed.“ (Abstract) Robots and AI systems in police work have become a hot topic. The author accepted manuscript of this article is therefore being made freely available on this site for non-commercial use only and with no derivatives, in line with the publisher’s self-archiving policy.
Im Wahlmodul „Soziale Roboter“ im HS 2026 wurde mehrfach über den robotischen Zweibeiner NEO diskutiert. Prof. Dr. Oliver Bendel stellte fest, dass dieser wie ein Wohnaccessoire aussehe und sich nahtlos in die gezeigten Umgebungen einfüge, die nach Schöner Wohnen und IKEA aussehen. Das schwedische Unternehmen könnte ihn in seit Sortiment aufnehmen, als NYRÅBOT oder ROBÖT. Beanstandet wurde in der Gruppe, dass der künstliche Haushaltsgehilfe im Moment nur wenige Funktionen autonom ausführen kann. Zwar gehört dies zum Konzept, und 1X aus Palo Alto will nach und nach weitere Updates zur Verfügung stellen, aber ob man damit zum Ziel eines Allzweckroboters kommt, der seinen Namen verdient, ist noch ungewiss. Dabei muss NEO lediglich im Haushalt bestehen – wo aber zahlreiche komplexe Aufgaben auf ihn warten. Dennoch ist Oliver Bendel optimistisch, dass in fünf bis zehn Jahren mehrere Modelle zur Verfügung stehen, die Pflegebedürftigen, aber auch Einzelstehenden, Paaren oder Familien mit Zeitdruck von Nutzen sein können. In seinem Paper „The Universal Robot of the 21st Century“ – vorgestellt auf der Robophilosophy 2024 – hat er bereits die nächste Stufe skizziert, den universellen Roboter. Er hat zugleich darauf hingewiesen, dass dieser zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Wir brauchen langweilige Tätigkeiten, wir brauchen sich wiederholende Tätigkeiten, um ruhig und erfinderisch zu werden. Eine Möglichkeit bestehe darin, so der Technikphilosoph im Unterricht, dass der Roboter mit dem Menschen im Tandem bzw. Team arbeite. Man bügelt drei Hemden und übergibt dann an NEO, man setzt die ersten Blumenzwiebeln und lässt ihn den Rest erledigen. Und abends lässt man ihn auf dem Sofa ausruhen, wo er zwischen den Kissen und Decken kaum auffällt.
Ein Sicherheitsroboter des Schweizer ETH-Start-ups Ascento war auf der Basler Herbstmesse unterwegs, um Sicherheit auf dem Gelände herzustellen. „Die kantonale Datenschützerin war darüber nicht informiert und stoppte den Einsatz aus Datenschutzgründen.“ (Website SRF, 31. Oktober 2025) Sie fühlte sich laut SRF in „einen Science-Fiction-Film“ versetzt – dabei sind Sicherheits- und Überwachungsroboter in vielen Ländern längst Standard. SRF führte am 3. November 2025 mehrere Interviews, mit Ascento, mit der Datenschützerin und mit Prof. Dr. Oliver Bendel, der sich seit 2016 mit Sicherheits- und Überwachungsrobotern befasst. Damals war er dem K5 in Stanford begegnet. In seinem Artikel „Mehr Unsicherheit mit Sicherheitsrobotern?“ aus dem selben Jahr diskutierte er die Chancen und Risiken des Einsatzes. In seinem Beitrag „Sicherheitsroboter“ im Wirtschaftslexikon von Springer Gabler von 2020 definierte er den Begriff und ging auf Beispiele und Anwendungen ein. SRF drehte zunächst während seines Wahlmoduls „Soziale Roboter“ und bat ihn dann zum Gespräch. Der Beitrag wurde am 3. November 2025 in der Nachrichtensendung „10 vor 10“ ausgestrahlt.
„Sicherheitsroboter verbreiten sich in den Stadtteilen, in den Einkaufszentren und auf den Firmengeländen, als rollende und fliegende Maschinen. Sie sollen für die Sicherheit der Unternehmen, Besucher und Kunden sorgen. Sie sind autonom bzw. teilautonom oder werden von Menschen oder weiteren Systemen zu Einsatzorten navigiert. Je nach Zusammenhang werden sie auch als Überwachungsroboter oder Polizeiroboter bezeichnet.“ So erklärt es ein Beitrag von Oliver Bendel im Gabler Wirtschaftslexikon vom März 2020. Im Artikel „Auf der Basler Herbstmesse patrouillieren Roboter statt Menschen“ von SRF vom 31. Oktober 2025 wird auf das Modell des Schweizer ETH-Start-ups Ascento eingegangen. Dieses war auf der Basler Herbstmesse unterwegs, um Sicherheit auf dem Gelände herzustellen. „Die kantonale Datenschützerin war darüber nicht informiert und stoppte den Einsatz aus Datenschutzgründen.“ (Website SRF) Sie fühlte sich laut SRF in „einen Science-Fiction-Film“ versetzt – dabei sind Sicherheits- und Überwachungsroboter in vielen Ländern längst Standard. Tatsächlich sollte man sie aber nicht in öffentlichen oder teilöffentlichen Bereichen betreiben, und schon gar nicht ohne Genehmigung, die offensichtlich nicht vorlag. Oliver Bendel schreibt seit 2016 über das Thema. Damals war er dem K5 in Stanford begegnet. In seinem Artikel „Mehr Unsicherheit mit Sicherheitsrobotern?“ diskutierte er die Chancen und Risiken des Einsatzes.
In Zürich Oerlikon testete der Lieferdienst Just Eat gemeinsam mit dem ETH-Spin-off Rivr seit Mitte August 2025 den Einsatz von Lieferrobotern. Damit ist es nach wenigen Tagen schon wieder vorbei. Dies meldeten ab dem 3. September 2025 mehrere Schweizer Medien, etwa 20 Minuten, NAU und Tages-Anzeiger. Dieser schrieb am 5. September 2025: „Das Bundesamt für Strassen stuft den Roboter des Start-ups Rivr wie ein Strassenfahrzeug ein. Das bringt auch die Post in Bedrängnis. Und lässt Rivr einen Wegzug erwägen.“ (Tages-Anzeiger, 5. September 2025, Schweizer Rechtschreibung) Zwei Monate lang sollte der robotische Vierbeiner mit Rädern Bestellungen des Restaurants Zekis World ausliefern. Dabei handelte es sich ausgerechnet um Döner. Der Zürcher Roboter fährt 15 km/h, kann Hindernisse wie Bordsteine und Treppen überwinden und nutzt ein KI-System zur Navigation. Der Lieferbehälter ist isoliert und auslaufsicher. Der Test war angeblich eine Europapremiere. Warum man ihn rechtlich nicht vorher abgesichert hat, ist unklar.
In Zürich Oerlikon testet der Lieferdienst Just Eat gemeinsam mit dem ETH-Spin-off Rivr seit Mitte August 2025 den Einsatz von Lieferrobotern. Dies meldeten am 21. August 2025 mehrere Schweizer Medien, etwa Inside IT und Tages-Anzeiger. Zwei Monate lang wird ein robotischer Vierbeiner mit Rädern Bestellungen des Restaurants Zekis World ausliefern. Zunächst begleitet ein Operator die Fahrten. Was danach passiert, ist nicht ganz klar. Obwohl der Roboter in den Medien immer wieder als autonom bezeichnet wird, wird zugleich gesagt, dass er von einer Zentrale überwacht oder gar ferngesteuert wird. Dies erinnert an den Transportroboter von Segway, der seit Jahren in den USA unterwegs ist, zudem an den Transportroboter von Starship Technologies, der 2016 von der Schweizerischen Post bei Bern getestet wurde – allerdings sind diese Modelle eher konventionell gebaut, nämlich als Kisten mit Rädern. Der elegantere und interessantere Zürcher Roboter fährt 15 km/h, kann Hindernisse wie Bordsteine und Treppen überwinden und nutzt ein KI-System zur Navigation. Der Lieferbehälter ist isoliert und auslaufsicher. Der Test ist angeblich eine Europapremiere. Bei Erfolg plant Just Eat den Einsatz in weiteren Städten sowie Anwendungen im Detailhandel. Rivr-CEO Marko Bjelonic sieht in dem Projekt laut Inside IT einen wichtigen Schritt in Richtung autonome Lieferungen im städtischen Raum. Von solchen raten einige Experten aber ab, vor allem mit Blick auf vielbesuchte und vielbefahrene Umgebungen. Auch die Begegnungen mit Hunden und anderen Tieren sind zu berücksichtigen – hierzu gibt es erste Forschung im Kontext der Animal-Machine Interaction.
„Als Gefängnisroboter werden unterschiedliche Robotertypen bezeichnet, die in Gefängnissen verwendet werden bzw. verwendet werden können oder sollen.“ Mit diesen Worten beginnt ein Beitrag von Prof. Dr. Oliver Bendel, der am 8. August 2025 im Gabler Wirtschaftslexikon veröffentlicht wurde. Zu ihnen „gehören Serviceroboter wie Informationsroboter, Sicherheitsroboter, Reinigungsroboter, Transportroboter und Küchen- und Werkstattroboter sowie soziale Roboter mannigfaltiger Ausprägung“. Diese Typen werden im zweiten Abschnitt näher dargestellt, etwa auf diese Weise: „Sicherheits- und Überwachungsroboter entlasten oder ersetzen Gefängnisaufseher und Sicherheitskräfte und sorgen für die Sicherheit auf dem Areal, etwa indem sie Auffälligkeiten melden.“ Im dritten geht der Autor auf den Hintergrund ein und gibt Beispiele für den Einsatz: „Es finden sich Berichte ab 2011 über Sicherheitsroboter in Südkorea, die auffälliges Verhalten feststellen sollten. Diese sollten zudem als Medium zur Kommunikation zwischen Insassen und Aufsehern dienen. Ein Artikel von 2023 stellt ein für indische Gefängnisse ersonnenes automatisiertes Überwachungssystem vor, das die Möglichkeit bietet, die Anwesenheit der Insassen über ein Streaming-Portal zu markieren.“ Am Ende wird die ethische Perspektive eingenommen, auch unter Berücksichtigung einer Studie, die von Tamara Siegmann und Oliver Bendel im Jahre 2024 durchgeführt wurde. Der vollständige Beitrag ist über wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gefaengnisroboter-123560 abrufbar.